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Anonymität im Internet

Anonymität im Internet Wenn es um die Sicherheit im Netz geht, sollte man der Anonymität große Aufmerksamkeit widmen. Im Bewusstsein des Durchschnittsnutzers gibt es häufig die Meinung: „Warum soll ich mich mit derartigen Fragen beschäftigen? Ich tue doch nichts Ungesetzliches, mögen sich die Hacker darum kümmern ...“ Doch überlegen Sie einmal, wie „toll“ Sie sich fühlen würden, wenn jeder X-Beliebige wüsste, wo Sie wohnen. Irgend einer würde Ihnen sicher folgen und unzweifelhaft versuchen, bei Ihnen einzudringen. So eine Situation würde garantiert niemandem gefallen. Warum sollte man also der Anonymität im Internet eine so geringe Bedeutung beimessen? Die Antwort ist einfach – es ist das Unwissen der Internetnutzer, und dagegen muss man kämpfen, wie gegen alle Arten von Unwissen.
Wenn man Ihre IP-Adresse kennt, kann man über Sie sehr viel erfahren, unter anderem auch Ihren tatsächlichen Aufenthaltsort. Und das beunruhigt Sie nicht?
Erstens: Man sollte sich „verstecken“, und dazu werden wir einen Proxy-Server nutzen, der ein Vermittler zwischen dem Computer des Nutzers und den Internetservern ist.

Anonymität im Internet

Der „Hauptverräter“ ist Ihre IP-Adresse; es ist nicht möglich, sich von ihr zu befreien, weil sie für die Datenübertragung unerlässlich ist. Der Proxy-Server hingegen stellt Ihre Anfragen und erhält entsprechende Informationen so, als ob sie von ihm selbst stammen würden. Das scheint das Allheilmittel zu sein; doch ist alles allein deshalb nicht so einfach, weil die überwiegende Mehrzahl der Proxy-Server bei ihren Anfragen in einem speziellen Feld (x-forwarded for) die IP-Adresse des Endnutzers übermittelt. Es gibt auch so genannte anonyme Dienste, es ist jedoch sehr schwierig, sie zu finden.

Eine weitere Variante, die Anonymität zu schützen, ist die Benutzung eines Anonymisierers“. Grob gesagt, sind Anonymisierer nichts anderes als anonyme Proxy-Server, ausgestattet mit einer eigenen Internet-Schnittstelle. Ihre Benutzung ist unkompliziert – man muss auf der Site des Proxy-Servers und auf einem speziellen Feld die Adresse des gewünschten Servers eingeben.

Anonymität im Internet

Das ist im Prinzip alles, und Sie können Ihrer Anonymität absolut sicher sein. Die Nutzung der Anonymisierer birgt jedoch eine Reihe von Unzulänglichkeiten in sich: Die Ladegeschwindigkeit kann sich erheblich verringern, und außerdem ist es derzeit praktisch unmöglich, einen kostenlosen Proxy-Server zu finden. Schließlich muss angemerkt werden, dass in letzter Zeit vielfach gefordert wird, die Benutzung von Anonymisierern als ungesetzliches Handeln einzustufen; aber das ist Nonsens, weil ein Verbot der Anonymisierer konsequenter Weise sofort dazu führen müsste, das Tragen von Perücken zu verbieten oder, sagen wir, das Anzeigen der Telefonnummer eines Anrufers auf dem Display Ihres Telefons.

Jetzt wissen wir, was notwendig ist, um die eigene IP-Adresse zu verdecken. Aber gibt jedoch auch andere und sogar effektivere Methoden, die Internetnutzer auszuspähen.
Die meiner Meinung nach am meisten verbreitete Technologie sind Cookies (engl. „Kekse“). Versuchen wir zu klären, worum es sich bei diesen „Keksen“ handelt. Ein Cookie ist eine Zeile von Symbolen von bis zu 4 kb, welche der Web-Server in einer speziellen Datei auf dem Computer des Nutzers aufzeichnet. Diese Technologie wurde erfunden, um dem Nutzer die Arbeit so weit wie möglich zu erleichtern: Wenn Sie zum Beispiel häufig irgendein Internet-Forum besuchen und dort mit anderen Nutzern kommunizieren, müssten Sie sich jedes Mal beim Öffnen der Hauptseite dieses Forums neu autorisieren (Login und Kennwort in ein spezielles Feld eingeben); ist ein Cookie angelegt, genügt es, einen Haken in das Feld mit der Bezeichnung, zum Beispiel „Kennwörter zukünftig speichern“ – und der Server erinnert sich. Sie müssen also Ihre persönlichen Daten nicht erneut eingeben. Um die Geheimhaltung zu gewährleisten, gibt es eine Begrenzung: eine Information aus den Cookies herausziehen kann nur der Server, der sie geschrieben hat.

Anonymität im Internet Die gegenwärtig hoffnungsvollste Methode, die Anonymität im Internet zu schützen, ist die Verwendung von SOCKS-Protokollen (engl., „Socken“). Deren Arbeitsprinzip erinnert an das der Proxy-Server: Der SOCKS-Server nimmt die Angaben vom Computer des Nutzers entgegen, sendet sie zum Web-Server und übermittelt danach dem Nutzer die Antwort. Doch gibt es auch einige prinzipielle Unterschiede zwischen Proxy- und SOCKS-Servern. Der Hauptunterschied besteht darin, dass die Kommunikation zwischen Computer und SOCKS-Server nicht über allgemein akzeptierte, sondern über spezielle Protokolle (SOCKS4, SOCKS5 usw.) erfolgt. Deshalb ist die Übertragung der IP-Adresse des Nutzers im Prinzip unmöglich. Außerdem wandelt der SOCKS-Server die Informationen des Nutzers selbst in Anfragen für allgemein akzeptierte Protokolle um. Auf diese Weise wird ein Server nicht „erraten“, dass die Daten nicht vom Endnutzer, sondern von einem Vermittler, einem SOCKS-Server, gesandt wurden. Wenn Sie ein entsprechendes Programm installiert haben, zum Beispiel SOCKSCap, müssen Sie nur noch die Software auswählen, für die Sie eine anonyme Verbindung wünschen (zum Beispiel The Bat oder Internet Explorer). Geben Sie die Adresse und das Portal „SOCKS-Server“. Und schon können Sie völlig beruhigt sein.


Hier haben wir alle mehr oder weniger hoffnungsvolle Methoden zur Gewährleistung der Anonymität im Internet aufgezählt, die zum jetzigen Zeitpunkt vorhanden sind. Selbstverständlich verändert sich die Situation ständig, und neue Varianten werden entwickelt. Wenn Sie während Ihrer Reisen im Internet wirklich unerkannt bleiben wollen, dann verfolgen Sie alle Neuigkeiten auf dem Gebiet der Online-Sicherheit.

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